Unser Ziel: Das Konzept der Terra preta einem möglichst großen Kreis von Interessierten zugänglich machen.

Mittwoch, 17. März 2010

Öko-Strom für alle

Terra Preta – Lösung des Klimaproblems? – Teil 11
In einem vorangegangen Teil haben wir darauf hingewiesen, dass es zwar möglich ist, mit Hilfe der Terra Preta bereits in die Atmosphäre entlassenes Kohlendioxid wieder herauszufiltern – indem man diese Arbeit den Pflanzen überlässt, die dann anschließend zu Biochar verkohltwerden. Doch die überschlägige Rechnung macht klar, dass das nicht der alleinige Weg sein kann, um das Klimaproblem zu lösen.

Nur um den CO2-Ausstoß des Altkreises Wittlage auszugleichen, müssten nämlich pro Tag etwa 600 bis 700 Tonnen Pflanzenmasse zu etwa 300 bis 350 Tonnen Biochar-Kohle umgewandelt werden. Um diese gewaltige Pflanzenmenge zu produzieren, müsste grob geschätzt etwa die Hälfte der Ackerfläche des Altkreises für diese Pflanzenproduktion bereit gestellt werden.

Noch ungünstiger wird die Rechnung, wenn man den CO2-Ausstoß einer Großstadt wie Osnabrück oder gar Hamburg auf diese Weise kompensieren wollte.

Deshalb dürfte es deutlich geworden sein, dass wir weiterhin nicht darum herum kommen, unseren individuellen CO2-Ausstoß zu senken, wenn wir unser Klimaschutzziel erreichen wollen.

Wie wir in früheren Aktionen – für die wir mehrfach mit einem Preis beim Bundesumweltwetbewerb ausgezeichnet wurden - schon gezeigt haben, gibt es auch für den einzelnen mehrere Möglichkeiten, Kohlendioxid einzusparen. Eine davon wollen wir heute noch einmal gezielt vorstellen:

Wie durch viele Quellen bestätigt wird, kommen etwa 40% der deutschen CO2-Emissionen aus den Kaminen der Braun- und Steinkohlekraftwerke, obwohl Strom nur etwa 20% der Nutzenergien ausmacht (neben Heizöl, Benzin, Diesel, Erdgas, usw.). Es kann also sinnvoll sein, hier anzusetzen.

Da wir aber natürlich nicht auf Strom verzichten können – wir können lediglich sparsamer damit umgehen, dazu in einer späteren Folge mehr – bietet sich die Möglichkeit, Strom zu beziehen, der ohne oder nur mit sehr wenig CO2-Freisetzung verbunden ist. Das ist der so genannte Ökostrom.

Die meisten Bürgerinnen und Bürger wissen zwar, dass es Ökostrom gibt und viele von ihnen würden ihn auch gerne beziehen, aber es gibt noch einige Unsicherheiten, auf was man sich einlässt, wenn man diesen nutzt. Deshalb das allerwichtigste vorweg: Auch wenn man zu Ökostrom wechselt, bleibt die Versorgungssicherheit zu 100% erhalten! Niemand muss befürchten, plötzlich ohne Strom dazustehen, weil der Wechsel nicht „rechtzeitig“ klappt oder man Angst hat, dass nicht genügend Ökostrom zur Verfügung stünde, um die Nachfrage zu befriedigen.

Der Wechsel auf Ökostrom ist eine reine Formsache. Man füllt lediglich ein Formular aus, es wird keine neue Leitung verlegt und der bisherge Stromversorger kümmert sich auch weiter um die techniche Sicherheit des Stromnetzes. Dafür erhält er schließlich auch eine Vergütung (Durchleitungsgebühr genannt), also einen Teil des Geldes, das man für den Ökostrom bezahlt.

Und falls wider Erwarten der Ökostromversorger einmal nicht mehr liefern können sollte, ist der alte Stromversorger zur Ersatzlieferung verpflichtet. Es besteht also überhaupt kein Risiko, wenn man auf Ökostrom umstellt.Und Geld sparen kann man obendein, denn die meisten Ökostromanbieter sind preiswerter als der örtliche Versorger! Es gibt also eigentlich keinen Grund, nicht ab sofort Ökostrom zu beziehen!

Wie funktioniert der Wechsel? Ganz einfach! Man braucht bloß ins Internet zu gehen und die Seite www.verivox.de aufzusuchen. Dort klickt man in der Menüzeile „Ökostrom“ an, gibt in dem sich öffnenden Fenster den bisherigen Stromverbrauch und die Postleitzahl ein und kann dann unter rund 30 Anbietern den aussuchen, den man möchte.

Bei allen Anbietern kann man sich das Anmeldeformular als PDF herunterladen oder es Online zur Zusendung anfordern. Manchmal ist der Wechsel auch gleich Online möglich. Wenn man das Formular ausfüllt und abschickt, hat man schon alles getan, was nötig ist. Der neue Anbieter kündigt den Vertrag beim ehemaligen Versorger und die Ökostromlieferung beginnt in der Regel im übernächsten Monat. Es kommt niemand ins Haus, um Kabel umzuklemmen oder den Zähler auszutauschen, da bleibt alles beim alten! Wir raten lediglich davon ab, einen Anbieter zu wählen, der Vorkasse für mehrere Monate verlangt, weil man da das kleine Risiko hat, dass das gezahlte Geld verloren ist, wenn der Anbieter vom Markt geht.

Wir geben sonst keine Empfehlung für einen bestimmten Anbieter, denn es sollte jeder selbst entscheiden, welche Mischung an Erneuerbaren Energien sie oder er beziehen möchte.

Fragen und Anregungen beantworten wir gerne unter unserer Email-Adresse terrapreta@web.de

Kommentare:

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Vielen Dank für das Tutorial, sehr interessant.
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